Wechselhafte Bayerische Leichtathletik-Meisterschaften

Bei den Bayerischen Meisterschaften der U18/U20/Aktive-Leichtathleten am vergangenen Wochenende in Erding zog Trainer Marcus Kusian Bilanz: „Die Ergebnisse sind so wechselhaft, wie das Wetter war. Die guten Trainingsleistungen konnten leider nicht von allen abgerufen werden und so haben wir uns um einige Medaillen gebracht“. Die LG 90 war mit fünf Sportlerinnen vor Ort. Dauerregen und Kälte am Samstag, Sonne am Sonntag. Das spiegelte sich bei den Ergebnissen wider: Gleich zweimal Edelmetall gab es für Amélie Unkel am Sonntag. Im Vorlauf über 100 m Hürden ist sie mit 14,81 s als Laufschnellste ins Finale eingezogen. Im Finale sicherte sie sich in einem Start-Ziel-Sieg mit 14,45 Sekunden und Persönlicher Bestleistung den Bayerischen Meistertitel. So motiviert verbesserte sie auch ihre persönliche Bestleistung im Weitsprung mit 5,58 Meter und wurde damit Bayerische Vizemeisterin.
Es wäre sogar noch eine Medaille mehr drin gewesen: Am regnerischen Samstag qualifizierte sich über 100 m als Laufsieger mit 12,93 s im Vorlauf für den Zwischenlauf und konnte dort trotz schlechtem Start mit 12,79 s insgesamt als 4. in das Finale einziehen. Auf das Finale hat sie dann aber aufgrund des immer schlechter werdenden Wetters verzichtet, um ihre Starts am Sonntag nicht zu gefährden.

Weniger erfolgreich lief es dagegen für die Stabhochspringerinnen am regnerischen Samstag: Mit Magdalena Weiß und Sarah Berghammer hatte man zwei Sportlerinnen am Start, die durchaus ganz vorne dabei sein können. Magdalena Weiß übersprang in der WU18-Konkurrenz 2,70 m und 2,85 m locker im 1. Versuch, bei 3,00 m war dann aber unverhofft Schluss, was immerhin noch für Platz 6 reichte. Mit der Trainingsleistung von 3,40 m wäre deutlich mehr drin gewesen. Ebenso für Sarah Berghammer. Hier wäre sogar der Titel in der Altersklasse der WU20 in Reichweite gewesen, aber das Wetter hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein gerissener Versuch und zweimal vom Stab abgerutscht endete der Wettkampf sogar ganz ohne gültigen Versuch.

Enttäuscht zeigte sich auch Nele Speidel, weil sie deutlich hinter ihren möglichen Leistungen blieb: Trotz eines total verpatzten Starts beim 100-Meter-Sprint erreichte sie mit 13,23 Sekunden zwar noch den 2. Platz im Vorlauf, das reichte aber nicht, um sich für den Zwischenlauf zu qualifizieren. Auch im Hürdensprint reichten ihre 15,79 s nicht für das Finale. Ebenso im Weitsprung, wo sie das Absprungbrett mehrmals verpasste, reichlich Weite „verschenkte“ und mit 5,02 Metern das Finale verpasste.

In der Staffel über 4×100 Meter war neben Amélie Unkel, Magdalena Weiß, Nele Speidel auch erstmalig Klara Wolferstetter am Start. Letztere hat erst vor zwei Wochen ihren ersten Wettkampf bestritten und so waren die Staffelübergaben wenig geübt. Trotz allem war der Lauf zufriedenstellend und ohne Fehler. Mit 53,16 Sekunden erreichten das Team den 9. Rang.