Ebersberger Geländelauf
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Trainingslager 2011 in Cattolica (Italien)
Trainingsplan
Anreise: Mittwoch, 20.04.2011
| Donnerstag | Freitag | Samstag | Sonntag | Montag |
|---|---|---|---|---|
| Hoch | Hürden | Sprint | Strandlauf | Frei |
| Diskus | Kugel | Kraft | Frei | Speer |
Abreise: Dienstag, 26.04.2011
Wochenbericht
Back to the roots. Unter dem Motto könnte man unser Trainingslager dieses Jahr Einordnen. Wie das erstemal nach der Gründung der LG90 sind wir wieder nach Cattolica gefahren, und wie schon zur Fußball WM 1990, stand in Italien alles unter dem Zeichen des Fußballs. Dazu aber später mehr.
Zwar wollten wir nach einem Jahr Unterbrechung, Senigallia wieder einen Besuch abstatten doch war der etwas nördlichere, bei Rimini, gelegene Badeort ebenso perfekt.
Mittwoch 20.04.2011
Rechtzeitig um 9 Uhr fanden sich alle in Grafing Bahnhof ein um ins Trainingslager zu fahren. Unser erster Stopp war der Subway in Rosenheim bevor wir in den Zug, der uns nach Bologna brachte, einstiegen.
Es geschah im EC 85 irgendwo zwischen Kufstein und Brenner als wir bedauerlicherweise feststellen mussten: Keine Karten an Board. Keine Schafkopfkarten, keine Skatkarten, kein Quartett, nur Philipp's Yugioh-Karten. Glücklicherweise half Lea mit Backgammon und dem, vom letzten Jahr berühmt gewordenen, Skip bo - Spiel aus.
Zwischendurch schrieben wir noch Aufsätze, in denen jeder den Satz vom vorhergenden vervollständigen muss, und fingen an, Zeichnungen, bevorzugt aus Marcus' surf-Magazin, anzufertigen.
Schließlich erreichten wir Bologna (irgendwann muss man dann mal ankommen), stiegen in den wohl vollsten Zug den man sich vorstellen kann (und das mit unseren fetten Taschen und den Speeren) und erreichten gegen 19:00 Cattolica.
Nachdem die Zimmer für die Woche belegt worden und wir gesättigt waren, gings gleich nochmal los um Cattolica in ersten Augenschein zu nehmen. Angenehmer Nebeneffekt war, dass wir nach langem Suchen endlich eine Lokalität fanden, in der el clasico nùmero dos ausgestrahlt wurde. Real gewann das spanische Pokalfinale gegen Barca mit 1:0.
Zwar stand auf dem Freizeittrainingsplan einmal Nachtbaden, aber das wir das dann auch gleich am ersten Tag abhackten, ist der Spontanität der Mädels zu verdanken. Kurz die Badesachen angezogen, Handtuch geschnappt, ins Meer gesprungen und sofort unter die heiße Dusche, war dann der Abschluss unseres ersten Abends in Cattolica.
Lebensweisheit des Tages: "Wenn man drin ist, ist man drin. Aber bis dahin dauert's lange" (Alois über das WLAN im Hotel)
Donnerstag 21.04.2011
Vom Hotel aus ging es einige Meter ins Landesinnere zum Stadion. Zwar war der Weg nicht dramatisch, doch hatte man uns für die nächsten Tage Fahrräder in Aussicht gestellt (Die Räder mussten noch gecheckt und repariert werden).
Also machten wir einen Fußmarsch zu der imposanten Anlage. Ein Stadion mit 4 extra Fußballplätzen, einem zusätzlichen Wurfplatz für Speer, Diskus und Kugel und eine große Halle mit Kraft- und Turngeräten darin sollten uns erwarten.
So begannen wir unsere erste Einheit auf italienischen Boden mit Hochsprung. Bei bestem Wetter ließ es sich gut trainieren, so gut, dass wir doch glatt am ersten Tag verspätet zum Mittagessen eintrafen. Glücklicherweise war für uns aber noch gedeckt.
Am Nachmittag spielten wir zuerst einmal Strandfußball bevor wir uns wieder auf zum Stadion machten (Im Sand muss man spielen wie ein deutscher Nationalspieler, schön technisch).
Diskus war dann für die nächsten 2 ½ Stunden bis zum Abendessen auf dem Plan und auch hier war das Augenmerk auf der Technik.
Am Abend mischte man sich wieder unter das italienische Volk und man merkte doch gleich das Ostern dies Jahr sehr spät ist. Sämtliche Geschäfte hatten noch offen, die Italiener selber trauten sich auf die Straßen, einfach Nightlife alla Italia.
Wort des Trainingslager: "A-social"
Freitag 22.04.2011
Da waren sie, die Fahrräder. Klein, einfach, und nur für 8 Personen. Bei 11 Leuten nicht ganz so einfach, aber die Trainer hat es gefreut. Marcus, Philipp und Alois wurden zum Stadion chauffiert. Natürlich nicht. Die Mädels waren die glücklichen und mit Kindersitzen, Taschen und ähnlichem wurden aus Gebäckträger ganz schnell bequeme Rücksitze.
Bei wunderschönem Wetter konnten wir uns dann auf den Hürdenlauf konzentrieren. Nach Laufschule und Co. ging es dann an die Hürdenstrecken und wieder kamen wir etwas spät am Hotel zum Mittagessen an.
Am Nachmittag ging es diesmal schon um 15 Uhr zurück ins Stadion, denn nach einer guten Kugelstoßeinheit, wollten die meisten schon mal in die große Turn- und Krafthalle hineinschauen. Sogar mit Schnitzelgrube ausgestattet, turnten einige an den Geräten, während andere wiederum die Kraftgeräte testeten.
Die Abendgestaltung spielte sich dann zwischen James Bond und italienischen Lokalitäten ab. Während Philipp H, Philipp P, Jakob und Niki noch mal in Cattolica unterwegs waren schaute der Rest gespannt zu wie James Bond mit vollem Körpereinsatz gegen den Rest der Welt kämpft.
Samstag 23.04.2011
Für die nächsten drei Tage war in Cattolica ein internationales Fußballturnier angesetzt. Von früh bis spät war die komplette Anlage belegt.
Also gingen wir an den Strand und machten am Meer unser Sprinttraining. Bei staunenden Blicken der Italiener spulten wir unser Programm ab und waren heute zum ersten Mal pünktlich beim Mittagessen.
Am Nachmittag nutzten wir wieder die Turn- und Krafthalle (Glücklicherweise wurde darin kein Fußball gespielt) und gingen anschließend noch mal an den Strand um das tägliche Bad im Meer zu nehmen.
Diesen Abend machten sich Marcus, Alois, Julius und Sebastian auf, um Cattolica weiträumig zu erkunden. Nach Besichtigungen des Marktes und des Hafens entdeckte man die beste Eisdiele im Ort, fand einen singenden Cowboy und lies den Abend bei einem kühlen Bier ausklingen.
Sonntag 24.04.2011
Ostersonntag. Auch wenn der Stadtname recht religös klingt und wir zwei kommende Konfirmanden dabei hatten sind wir wieder nicht dazu gekommen in die Kirche zu gehen (Mal abgesehen davon, dass wir es auch gar nicht vor hatten).
Die versteckte Schokolade des Osterhasen hat aber doch jeder gefunden und nachdem sie genüsslich vernascht wurde, musste sich noch jeder sein Osteressen verdienen.
Doch beim Versuch in die eine Richtung am Strand entlang wurden wir jäh von mehreren Kanaleinschneisungen gestoppt und mussten resigniert umkehren. Also folgten noch zwei 1000m - Läufe am Wasser entlang und als dann wirklich jeder an sein Limit ging durfte man getrost beim Osteressen zuschlagen.
Dies taten dann vor allem Marcus, Julius und Niki. Als Antipasto gab es Muscheln, der 2. Gang bestand aus Lasagne ähnlichem Teig mit Reis und Langusten und Scampi, danach verzehrte man einen Fisch- und einen Lammhauptgang, so dass beim abschließenden Sorbetdessert noch gekämpft werden musste.
Zum Glück war der Nachmittag frei gegeben und so konnte man am Strand noch mal Beachsoccer und -volleyball spielen ehe am Abend alle Gelato aus Italia's best Eisdiele essen und den singenden Cowboy sehen wollten.
Montag 25.04.2011
Eigentlich war der Speerwurf für den Vormittag geplant. Nur waren die Fußballer noch immer auf den Plätzen und kein Ansprechpartner für Leichtathleten da, so dass wir nicht an unsere Speere rankamen, die wir am ersten Tag im Stadion gelagert haben.
Also ging es zurück zum Strand um noch einmal Beachvolleyball und -soccer zu spielen.
Am Nachmittag absolvierten wir unsere letzte Einheit für das Trainingslager 2011. Speerwurf ging genauso reibungslos über die Bühne wie die anderen Disziplinen auch und ehe wir uns versahen saßen wir schon beim Abendessen.
Bei der abschließenden Benotung rettete ein freundlicher Kellner die Note von 6 auf 7 als er uns noch ein zweites Dessert nach Wahl brachte, doch alles im allen war die Speiseauswahl wieder italienisch gut.
Die Woche in Italien lies man dann gemütlich auf der Dachterrasse über den Dächern von Cattolica ausklingen.
Dienstag 26.04.2011
Die Abreise war dann hektischer als gedacht. Ausnahmslos alle haben verschlafen und während die einen noch packten, versuchten einige noch schnell etwas zu frühstücken. Die geplante Abfahrt um 8:10 Uhr vom Hotel zog sich bis halb 9 hinaus und so kamen erst im Zug nach Bologna alle zur Ruhe als die meisten noch mal einschliefen.
Im Zug nach München Ost (leider fuhr dies Jahr kein Zug von Rosenheim nach Grafing Bahnhof, weswegen wir nach München und wieder zurück fuhren) traf man auf die gleiche Reisegruppe wie auf dem Hinweg, die zu Besuch in Rom waren um dem Papst zu lauschen. Als dann Lea, Niki und Marcus sich ausser dem Spiel Backgammon nicht mehr zu helfen wussten machten sie kurzerhand aus einem Pappkarton ein Kartenspiel, so dass man immerhin Neunerln konnte um sich die Zeit zu vertreiben.
Schnell war man in München und als man von da aus wieder in Richtung Grafing Bahnhof fuhr, war man begeistert ob des schönen Trainingslagers und zugleich traurig das es so schnell vorbei war, was den Wunsch zu lies doch nächstes Jahr bitte länger ins Trainingslager zu fahren.
lg90.de ist ein Service der LG 90 Ebersberg-Grafing